LAG vergleichbare Einrichtungen

beruflicher Rehabilitation NRW

 

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"Andere Leistungsanbieter" werden gestärkt

LAG-Fachtagung in Köln / Eduard Hannen wiedergewählt

Hauptthema der diesjährigen Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) vergleichbarer Einrichtungen beruflicher Rehabilitation NRW am 11.10. in Köln war die mit dem Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (BTHG) zum 01.01.2018 einhergehende Besonderheit, dass Menschen mit Behinderung(en), die Anspruch auf Leistungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen haben, diese nunmehr auch alternativ bei „anderen Leistungsanbietern“ in Anspruch nehmen können.

Anke Schulte von der Regionaldirektion NRW in Düsseldorf machte in ihrem Vortrag deutlich, dass der Gesetzgeber damit dem Wunsch nach Alternativangeboten zur beruflichen Bildung und Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen nachgekommen ist und gab den Anwesenden einen Einblick in die Besonderheiten des Genehmigungsverfahrens, das Einrichtungen, die sich als „andere Leistungsanbieter“ positionieren wollen, durchlaufen müssen.

Heike Knaak vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln stellte REHADAT als zentrale Plattform für Anbieter von Leistungen zur beruflichen Teilhabe vor. Seit 1988 werden in ihrem Hause verschiedene Informationen zum Themenkomplex „Behinderung und Teilhabe am Arbeitsleben“ gesammelt und auf der Internetseite www.rehadat.de veröffentlicht. Im Zusammenhang mit dem Thema der Fachtagung informierte Heike Knaak über den aktuellen Stand der bislang als „andere Leistungsanbieter“ anerkannten Einrichtungen in Deutschland.

Im Anschluss an die diesjährige Fachtagung der LAG wurde Eduard Hannen, Geschäftsbereichsleiter in der Akademie Klausenhof (Foto), erneut einstimmig für weitere zwei Jahre als Vorstandsvorsitzender gewählt. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Ludger Lamping von INVIA (Paderborn) im Amt bestätigt.

Zuvor hatten Niels Börner, Geschäftsführer des Gastgebers SALO + Partner und Eduard Hannen das zahlreich erschienene Fachpublikum herzlich begrüßt.

Ein gemeinsames Mittagessen als Abschluss der Fachtagung nutzten viele Teilnehmende für einen weiteren Informationsaustausch.

Arbeiten 4.0: Welche Chancen bieten sich Menschen mit Handicaps oder einfacheren Qualifikationen?

Fachtagung am 22. Juni 2017 im Franz Sales Haus in Essen

 

Der mit dem Titel Arbeiten 4.0 umschriebene derzeitige Wandel unserer Arbeitswelt hin zu mehr Automatisierung und Digitalisierung ist in vollem Gange. Dennoch befindet sich dieser Prozess nach Meinung verschiedener Fachleute erst im Anfangsstadium – viele der daraus resultierenden Veränderungen sind noch nicht abzusehen.

Längst ist jedoch klar, dass durch die Digitalisierung der Arbeitswelt eine grundsätzliche Umstrukturierung betrieblicher Produktions- und Arbeitsabläufe zu erwarten ist, die ihrerseits neue Anforderungen in den Tätigkeits- und Aufgabenbereichen der Beschäftigten nach sich ziehen werden.

In den beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen der Mitgliedseinrichtungen unserer Landesarbeitsgemeinschaft stellt sich zunehmend die Frage, wie sich diese Entwicklung auf die Arbeits- und Vermittlungschancen von Menschen mit funktionellen

Einschränkungen oder einfacheren Qualifikationen auswirken wird. Die Vermittlung welcher Kompetenzen ist in diesem Zusammenhang im Rahmen der beruflichen Rehabilitation stärker in den Fokus zu rücken? Wo finden sich unter diesen sich stark verändernden Bedingungen im Verhältnis Mensch- Technik neue Möglichkeiten für Personen mit Handicaps, ihre Fähigkeiten im betrieblichen Kontext produktiv einzusetzen?

Diese und viele weitere Fragen diskutierten in angeregter Atmosphäre Vertreter der Agenturen für Arbeit und Jobcenter, der Rentenversicherungsträger, der Integrationsfachdienste, der Landschaftsverbände und der Bildungsträger mit den beiden Hauptreferenten der Tagung, Dr. Oliver Koppel vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln e. V. (o. li.) und Dr. Peter Ittermann, tätig im Bereich der Industrie- und Arbeitsforschung an der TU Dortmund (Mitte, li.). Durch die Tagung führte der Vorstandsvorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft, Eduard Hannen, Geschäftsbereichsleiter an der Akademie Klausenhof, (u. li.).

Wege in den Beruf

Fachtagung "Integrationsmanagement"

LAG-Vorsitzender Eduard Hannen vom Klausenhof
LAG-Vorsitzender Eduard Hannen vom Klausenhof

Junge Rehabilitanden nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung in eine Arbeit zu vermitteln, bedarf sorgfältiger Vorbereitung und ist keine leichte Aufgabe. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) vergleichbarer Einrichtungen beruflicher Rehabilitation in NRW hatte deshalb auf ihrer diesjährigen Fachtagung am 17. Juni 2015 in der Akademie Klausenhof  Fachleute dazu eingeladen, sich in Workshops mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Vorsitzender der LAG ist Eduard Hannen, im Klausenhof zuständig für den Bereich der Reha-Ersteingliederung. „Die Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist eine zentrale Aufgabe für uns“, so Hannen. Anke Schulte von der Regionaldirektion NRW erläuterte die seitens der Bundesagentur für Arbeit aufgestellten Kriterien, nach denen die Integrationserfolge der Einrichtungen beruflicher Rehabilitation ausgewertet und bewertet werden. 

Nancy Reims vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) stellte die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung über die Anschlussperspektiven junger Rehabilitanden nach erfolgreichem Ausbildungsende vor. Wichtigste Erkenntnis: Eine erfolgreiche Vermittlung basiert auf einem frühzeitig einsetzenden Integrationsmanagement und guten Kontakten in die regionalen Arbeitsmärkte und zu Personalverantwortlichen, die es verstehen, junge Rehabilitanden in ihr Team einzubinden.

Psychisch krank – und berufstätig?

Eduard Hannen, Uwe Dreyer, Dr. Stefan Watzke, Ludger Lamping, Reinhild Wantia, Hubert Borgmann (v. li.)
Eduard Hannen, Uwe Dreyer, Dr. Stefan Watzke, Ludger Lamping, Reinhild Wantia, Hubert Borgmann (v. li.)

Fachtagung zur Integration psychisch Kranker ins Berufsleben am 26. Juni 2013

 

Psychische Erkrankungen sind mittlerweile mit der häufigste Grund für eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme. Psychische Erkrankungen sind daher auch immer häufiger Herausforderung für Bildungseinrichtungen, die Betroffenen eine (Wieder-)Eingliederung in das Berufsleben ermöglichen wollen. In einer Tagung in der Akademie Klausenhof diskutierten rund 60 Fachleute, wie Bildungseinrichtungen psychisch Erkrankte am besten fördern und integrieren können.

 

Das Thema ist komplex und herausfordernd, bestätigte Tagungsleiter Eduard Hannen vom Klausenhof: „Wir beobachten, dass die Zahl derjenigen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung einen neuen Beruf erlernen, in den letzten Jahren deutlich zunimmt“.

 

Wie muss auf diese Entwicklung reagiert werden? Die Teilnehmenden der Tagung diskutierten unterschiedliche Konzepte und Instrumente. „Wir müssen besonderen Wert auf die Prävention legen, wie sie etwa in den Lehrgängen für beeinträchtigte Jugendliche erfolgt“, schlug Hubert Borgmann, Teamleiter Berufliche Rehabilitation der Agentur für Arbeit Coesfeld, vor. Er machte sich außerdem für eine enge Vernetzung der unterschiedlichen Institutionen und Akteure in einer Region – vom Sozialpsychiatrischen Dienst über den Integrationsfachdienst, das Jobcenter, die Bildungsträger bis zur Agentur für Arbeit – stark. Ein solches „Netzwerk Inklusion“ hat Borgmann letztes Jahr im Kreis Borken ins Leben gerufen. Ganz wichtig sei es, die Firmen mit einzubeziehen, die mittlerweile aufgrund des Fachkräftemangels auch Personal mit Beeinträchtigungen einstellen oder weiterbeschäftigten. Dies forderte auch Ludger Lamping, (IN VIA Paderborn), der den Wegfall von Einfacharbeitsplätzen als einen wichtigen Grund bezeichnete, warum viele Betroffene keine Anstellung fänden.

 

Dass es bereits ein reichhaltiges Instrumentarium der Hilfe gibt, zeigte Reinhild Wantia, Psychiatriekoordinatorin des Kreises Borken, auf, die seit 2010 den Arbeitskreis „Arbeit, Qualifizierung, Beschäftigung und berufliche Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen im Kreis Borken“ leitet. Oft sei den einzelnen Akteuren gar nicht bekannt, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt. Auf jeden Fall müsse man immer zuerst auf die Bedürfnisse der Person schauen. Dr. Stefan Watzke vom Universitätsklinikum Halle empfahl, den Betroffenen auch das Handwerkszeug zu vermitteln, mit der Erkrankung umzugehen, damit die nächste Krisensituation bewältigt werden könne. Über 70% des Rehabilitationserfolgs würde durch kognitive Leistungen erklärt: „Ich muss verstehen, woher meine Erkrankung kommt und wie ich mit ihr umgehen kann.“ Auch sprach er sich für mehr Sozialkompetenz-Trainings aus. Der Leiter des Berufsförderungswerks Friedehorst-Bremen, Uwe Dreyer, brachte es auf den Punkt: „Wir müssen weg von der Maßnahme, die am Kleiderhaken hängt“!